Qualität der Netzwerkkomponenten bei Netzwerkmontage wichtig

Aktive und passive Netzwerkkomponenten

Es gibt sowohl passive als auch aktive Netzwerkkomponenten. Zu den aktiven Netzwerkkomponenten zählen beispielsweise Router, Switches sowie Repeater und Netzwerkkarten. Bei der Netzwerkmontage geht es zunächst darum, die passiven Netzwerkkomponenten miteinander zu verbinden.
Passive Netzwerkkomponenten haben nicht direkt etwas mit der Datenübertragung zu tun und haben keine eigene Stromversorgung. Dazu gehören zum Beispiel die Datenkabel, Patchpanel, Datenschränke und Datendosen.

Für die Verkabelung eines Netzwerkes nutzt man Twisted-Pair Kabel als auch Glasfaserkabel und früher Koaxialkabel. Natürlich lässt sich ein Netzwerk auch kabellos, also Wireless-LAN aufbauen. Das Koaxialkabel ist ähnlich aufgebaut wie ein Antennenkabel. Diese Kabelart enthält einen Kupferleitungsdraht, der mit Kunststoff umgeben ist. Die Abschirmung erfolgt mittels Metallfolie oder Metallgeflecht. Vor mechanischen Belastungen oder Witterungseinflüssen wird die Abschirmung durch einen flexiblen Kunststoff geschützt. Sofern man für den Aufbau eines Netzwerkes noch Koaxialkabel nutzt, werden diese meist von Gerät zu Gerät installiert. Jedes Endgerät verfügt über einen Anschluss, die Benutzerschnittstelle.

Sind alle Geräte nebeneinander bzw. hintereinander angebracht, nennt man diese Aufbauweise Bustopologie. Es gibt jedoch Beschränkungen für diese Art von Netzwerkmontage. Die Kabellänge darf 185 m pro Segment nicht überschreiten und ein Segment darf nicht mehr als 30 Rechner umfassen. Für die Stationen gilt ein Mindestabstand von 1,8 m und die Datenübertragungsrate beträgt maximal 10 MBit pro Sekunde.

Umgehen lassen sich die Beschränkungen, welche die Kabellänge und Anzahl der Stationen betreffen, indem die Segmente mit Repeatern, also Signalverstärkern verbunden werden. Zu beachten ist, dass nicht mehr als vier Segmente verbunden werden. Da es heutzutage bei der Datenübertragung vor allem um Schnelligkeit geht, finden Koaxialkabel immer seltener Anwendung. Diesbezüglich können derartige Kabel den modernen Anforderungen kaum mehr genügen.

Twisted Pair Kabel derzeit standardmäßig verwendet

Bei Twisted-Pair Kabeln wird die Abschirmung verbessert, da je zwei Adern untereinander verdrillt sind. Zudem schirmt eine Metallfolie das Kabel nach außen ab. Je nach Aufbau werden diese Kabel unterschiedlich bezeichnet, zum Beispiel mit UTP, FTP, STP oder S-STP. Letztere finden beispielsweise in Krankenhäusern oder einem ähnlichen Umfeld Einsatz, wo mit vermehrten Störstrahlen zu rechnen ist.

Da S-STP Kabel über ein doppelt abgeschirmtes Adernpaar verfügen, sind höhere Übertragungsraten möglich. Bestimmte Normen beschreiben zudem die Leistungsfähigkeit des Kabels. CAT5 ist ein Standardkabel bis 100MHz, während CAT6 ab 250MHz eingesetzt wird und zum Teil Übertragungsraten von 10 Gbit erlaubt. Der Anschluss der Kabel bei der Netzwerkmontage erfolgt über eine Datendose.

Sogenannte Patchkabel, also Verbindungskabel, führen in die Datendosen. An deren Enden sind RJ45-Stecker angebracht. Bei der Netzwerkmontage mittels Twisted Pair Verkabelung ergibt sich eine abweichende Verlegungstopologie, als dies bei der Verwendung von Koaxialkabeln der Fall ist. Die Anschlüsse führen immer direkt zu einer aktiven Komponente, wobei dies häufig ein Hub oder ein Switch bzw. die Netzwerkkarte ist.

Die Verkabelung ergibt dann ein sternförmiges Bild. Man sollte auf eine gute Qualität bei Kabel und Datendosen achten, da es sehr ärgerlich wäre, wenn man nach erfolgter Netzwerkmontage feststellt, dass Störungen auftreten. Die Kabel werden an ein Patchfeld angeschlossen, um eine weitere Kommunikation zu ermöglichen. Durch den Einsatz von Patchfeld und Twisted Pair Kabel ist es möglich andere Geräte, wie Netzwerkkameras oder Scanner und Drucker anzuschließen. Für das Verbinden von Stecker und Kabel benötigt man eine Crimpzange.

Glasfaserkabel auf dem Vormarsch

Glasfaserkabel werden immer beliebter, vor allem, wenn es um große Datenmengen geht. Deren Vorteil besteht darin, dass sie unempfindlich gegen Störungen sind, die durch elektrische Felder entstehen.

Es gibt zwei Varianten von Steckern, die bei Glasfaserkabeln zum Einsatz kommen, SC-Simplex und ST-Keramik Stecker. SC bedeutet "standard connector". Diese Stecker bestehen aus Kunststoff und sind preisgünstiger als die ST-Variante, für die, wie der Name schon sagt, Keramikstecker zum Einsatz kommen. Mithilfe von Adaptern lassen sich beide Systeme miteinander kombinieren. Die ST-Stecker verfügen über einen Bajonettverschluss, welcher verriegelt werden muss, während SC-Anschlüsse selbst einrasten und sich verriegeln.