OM2 LWL Patchkabel – Multimode 50/125 µm für bestehende Glasfaser-Netze

OM2 LWL Patchkabel verbinden Switch, Transceiver, Patchfeld und LWL-Kupplung in vorhandenen Multimode-Strecken mit 50/125-µm-Faser – für Erweiterungen, Ersatz und Nachrüstungen in gewachsenen Glasfaser-Installationen. Alle Kabel sind als Duplex ausgeführt, mit UPC-Schliff, halogenfreiem LSZH-Mantel und oranger Kennfarbe – in den Steckerkombinationen LC/LC, LC/SC, SC/SC, SC/ST und ST/ST, überwiegend mit schlankem 2,0-mm-Strang, LC/SC mit 3,0 mm.

Die LC/LC-Kabel gibt es in 1 m, 3 m, 5 m und 7 m mit beiliegendem Testprotokoll. Für neue Strecken und 10 Gigabit über größere Distanzen sind OM3 oder OM4 LWL Patchkabel die bessere Wahl.


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OM2, OM3 oder OM4 – was passt zur vorhandenen Strecke?

OM2 überträgt Gigabit-Ethernet mit 1000BASE-SX über etwa 550 m, 10 Gigabit mit 10GBASE-SR dagegen nur über rund 82 m. OM3 schafft bei 10 Gigabit etwa 300 m, OM4 etwa 400 m. Maßgeblich ist immer die fest verlegte Faser: Liegt im Gebäude OM2, bringen höherwertige Patchkabel keinen Reichweitengewinn – dann sind OM2-Patchkabel die passende und günstigste Lösung.

Achtung: OM1 und OM2 nicht verwechseln

OM1- und OM2-Kabel sind beide orange, haben aber unterschiedliche Kerne: OM1 62,5 µm, OM2 50 µm. Werden beide Fasertypen in einer Strecke verbunden, entstehen hohe Verluste, und die Verbindung kann ausfallen. Vor dem Kauf deshalb den Aufdruck auf dem vorhandenen Kabel prüfen: „50/125“ steht für OM2, „62,5/125“ für OM1. Die Kabel dieser Auswahl sind ausschließlich 50/125 µm. Mehr Hintergrund im LWL Patchkabel Guide.

Welche Steckerkombination passt?

✔ LC/LC: für SFP- und SFP+-Transceiver und kompakte Patchfelder
✔ LC/SC: Verbindung vom Switch-Transceiver zu SC-Patchfeld oder LWL-Anschlussbox
✔ SC/SC: für Verteiler und Anschlussboxen mit SC-Kupplungen
✔ SC/ST und ST/ST: für ältere Verteiler mit ST-Bajonettsteckern, wie sie in OM2-Bestandsnetzen häufig verbaut sind

Bei Duplex-Verbindungen muss Tx auf Rx treffen – kommt der Link nicht hoch, die beiden Fasern an einem Ende tauschen.


FAQ – Häufige Fragen zu OM2 LWL Patchkabeln

Reicht OM2 für 10 Gigabit?

Mit 10GBASE-SR-Transceivern nur über etwa 82 m Gesamtstrecke. Das reicht für Verbindungen im Rack oder Technikraum. Für längere 10-Gigabit-Strecken ist eine Festverkabelung mit OM3 oder OM4 nötig.

Kann ich OM3- oder OM4-Patchkabel an einer OM2-Verkabelung verwenden?

Ja, alle drei haben 50/125 µm und sind steckkompatibel. Die Reichweite bestimmt aber die OM2-Strecke. Sinnvoll ist das nur, wenn die Festverkabelung absehbar erneuert wird und die Patchkabel weiterverwendet werden sollen.

Woran erkenne ich, ob meine Verkabelung OM1 oder OM2 ist?

Am Aufdruck auf dem Kabelmantel: „50/125“ bedeutet OM2, „62,5/125“ bedeutet OM1. Die Farbe allein reicht nicht, da beide Klassen orange sind. Ist kein Aufdruck lesbar, hilft die Dokumentation der Installation oder ein Blick auf das Patchfeld.

Passen die Stecker an ältere Verteiler und Switches?

Ja. LC, SC und ST sind genormte Steckverbinder und passen in alle entsprechenden Kupplungen und Transceiver – unabhängig vom Alter der Installation. Entscheidend sind Steckertyp und Faserklasse, nicht der Hersteller der Gegenseite.

Welcher Schliff ist bei OM2 üblich?

Multimode-Patchkabel haben grundsätzlich einen UPC-Schliff. Der schräg polierte APC-Schliff mit grünen Steckern kommt nur bei Singlemode vor, etwa am Glasfaser-Hausanschluss.