OM5 LWL Patchkabel – Wideband-Multimode für SWDM bis 100G

OM5 LWL Patchkabel verbinden SWDM- und BiDi-Transceiver, Patchfeld und LWL-Kupplung über Wideband-Multimode-Glasfaser 50/125 µm, die für Wellenlängen von 850 bis 953 nm spezifiziert ist. Damit lassen sich 40 und 100 Gigabit über zwei Fasern mit Duplex-LC übertragen. Alle Kabel sind als Duplex ausgeführt, mit UPC-Schliff, schlankem 2,0-mm-Strang, halogenfreiem LSZH-Mantel und grüner OM5-Kennfarbe – in den Steckerkombinationen LC/LC, LC/SC und SC/SC.

Die LC/LC-Kabel gibt es von 0,5 m bis 25 m mit beiliegendem Testprotokoll. Für klassische 10- und 25-Gigabit-Verbindungen mit SR-Transceivern bieten OM4 LWL Patchkabel die gleiche Reichweite.


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OM5 oder OM4 – wann lohnt sich OM5?

OM5 ist für SWDM ausgelegt: Mehrere Wellenlängen laufen parallel über dieselbe Faser. So überträgt 100G-SWDM4 über OM5 etwa 150 m, über OM4 nur rund 100 m – jeweils mit zwei Fasern und Duplex-LC statt mit MPO-Kabeln. Bei klassischen SR-Transceivern mit einer Wellenlänge von 850 nm bringt OM5 dagegen keinen Vorteil: 10 Gigabit über etwa 400 m und 25 Gigabit über etwa 100 m schaffen OM4 und OM5 gleichermaßen.

OM5 ist deshalb sinnvoll, wenn SWDM- oder BiDi-Transceiver eingesetzt oder geplant sind oder die fest verlegte Strecke bereits OM5 ist. Für alle anderen Multimode-Verbindungen sind OM4 oder OM3 die wirtschaftlichere Wahl. Mehr Hintergrund im LWL Patchkabel Guide.

Kompatibilität und Steckerauswahl

OM5 hat wie OM3 und OM4 einen 50-µm-Kern und ist mit diesen Faserklassen steckkompatibel. In gemischten Strecken bestimmt die schwächere Faser die Reichweite. Singlemode-Komponenten dürfen nie mit Multimode kombiniert werden.

✔ LC/LC: Standard für QSFP- und SFP-Transceiver mit Duplex-LC und Patchfelder mit hoher Portdichte
✔ LC/SC: Verbindung vom Transceiver zu SC-Patchfeld oder LWL-Anschlussbox
✔ SC/SC: für Verteiler und Anschlussboxen mit SC-Kupplungen

Der schlanke 2,0-mm-Strang spart Platz in dicht belegten Patchfeldern. Bei Duplex-Verbindungen muss Tx auf Rx treffen – kommt der Link nicht hoch, die Fasern an einem Ende tauschen.


FAQ – Häufige Fragen zu OM5 LWL Patchkabeln

Brauche ich für SWDM-Transceiver zwingend OM5?

Nein. SWDM-Transceiver funktionieren auch über OM3 und OM4, allerdings mit kürzerer Reichweite. OM5 holt die maximale Streckenlänge heraus und lohnt sich vor allem bei Neuinstallationen, die gezielt auf SWDM ausgelegt werden.

Bringt OM5 bei 10 Gigabit mehr Reichweite als OM4?

Nein. Bei 10GBASE-SR mit 850 nm sind OM4 und OM5 gleichwertig und erreichen etwa 400 m. Der Vorteil von OM5 liegt ausschließlich bei Anwendungen mit mehreren Wellenlängen.

Kann ich OM5- und OM4-Patchkabel kombinieren?

Ja, beide haben 50/125 µm und sind steckkompatibel. Die Strecke erreicht dann aber nur die Leistung der OM4-Faser. Für eine klare Dokumentation empfiehlt es sich, je Strecke eine Faserklasse durchgängig zu verwenden.

Woran erkenne ich OM5-Kabel?

An der hellgrünen Mantelfarbe, international als Lime Green bezeichnet. OM4-Kabel sind violett, OM3-Kabel türkis und Singlemode-Kabel gelb.

Gibt es OM5-Patchkabel mit MPO-Steckern?

MPO-Kabel sind nicht Teil dieser Auswahl. Für SWDM- und BiDi-Transceiver werden Duplex-LC-Kabel verwendet – genau dafür ist OM5 ausgelegt. MPO wird vor allem bei parallelen Transceivern wie 100G-SR4 eingesetzt.