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Schnittstellenkarten – USB, SATA, NVMe & RS-232
Schnittstellenkarten für PC, Industrie-PC, Workstation und Server: USB-Karten mit USB-A und USB-C bis 20 Gb/s, auch mit internem Header und zusätzlicher Stromversorgung, SATA-Controller mit 2 bis 8 Ports – teils mit RAID, Hot-Swap oder für M.2-SATA-SSDs – sowie NVMe-Adapter für M.2- und U.2-SSDs, mit bis zu vier SSDs auf einer Karte per Bifurcation.
Für Industrie und Bestandshardware: serielle RS-232-Karten mit 1 bis 8 Ports für PCIe, PCI und M.2, Parallelport-Karten (LPT, IEEE 1284), Kombikarten mit LPT und RS-232 sowie eine PS/2-Karte. Viele Modelle sind als Low-Profile für flache Gehäuse erhältlich, dazu Mini-PCIe-Karten für Embedded-Systeme. Mit PCIe-auf-PCI-Adaptern laufen bewährte PCI-Karten auch in aktuellen Rechnern weiter.
Welche Schnittstellenkarte wofür?
✔ Mehr USB-Ports am Arbeitsplatz-PC: PCIe-x1-Karte mit 4× USB-A 3.2 Gen 1
✔ Schnelle externe SSDs: USB-Karte mit 10 Gb/s oder USB-C-Karte mit 20 Gb/s (PCIe x4)
✔ Mehrere USB-Geräte mit höherem Strombedarf: Karte mit SATA- oder 6-Pin-Stromanschluss
✔ Zusätzliche Festplatten im PC oder NAS: SATA-Controller mit 4 oder 8 Ports, für Ausfallsicherheit mit RAID 1
✔ NVMe-SSD ohne freien M.2-Slot: PCIe-Adapter für M.2 Key M
✔ Mehrere M.2- oder U.2-SSDs in Workstation und Server: Bifurcation-Karte mit 2 oder 4 Anschlüssen
✔ Steuerungen, Messgeräte und Kassensysteme mit RS-232: serielle Karte mit 1 bis 8 Ports
✔ Ältere Drucker, Dongles oder Maschinen mit Parallelport: LPT-Karte
✔ Bewährte PCI-Karte im neuen Rechner: PCIe-auf-PCI-Adapter
Steckplatz, Bandbreite und Bifurcation
Eine PCIe-Karte passt in jeden gleich großen oder größeren Slot – eine x1-Karte also auch in x4, x8 oder x16. Die Anbindung begrenzt jedoch die Gesamtbandbreite: Bei einer x1-Karte teilen sich alle Ports die Datenrate einer Lane, NVMe-SSDs werden dort deutlich gebremst. Low-Profile-Karten passen in flache Gehäuse, das passende Slotblech steht in den Artikeldaten.
Karten für mehrere M.2- oder U.2-SSDs arbeiten ohne eigenen Controller und setzen Bifurcation voraus: Das Mainboard muss den Slot aufteilen können, etwa x8 in x4x4 oder x16 in x4x4x4x4. Ohne diese Funktion wird nur die erste SSD erkannt – ob das Mainboard Bifurcation unterstützt, steht im Handbuch bzw. BIOS.
FAQ – Häufige Fragen zu Schnittstellenkarten
Passt eine PCIe-x1-Karte in einen x16-Slot?
Ja. PCIe-Karten passen in jeden gleich großen oder größeren Slot, und die PCIe-Generationen sind untereinander kompatibel. Eine Karte läuft dann mit der Lane-Anzahl und Generation, die Karte und Slot gemeinsam unterstützen.
Was bedeutet Bifurcation?
Bifurcation teilt einen PCIe-Slot in mehrere kleinere Anbindungen auf, etwa einen x16-Slot in vier x4-Anbindungen. Nur so lassen sich auf einer passiven Karte mehrere NVMe-SSDs betreiben. Die Funktion muss vom Mainboard unterstützt und im BIOS aktiviert werden.
Brauche ich für die Karte einen Treiber?
USB-, SATA-AHCI- und NVMe-Karten werden von aktuellen Windows- und Linux-Versionen in der Regel ohne zusätzlichen Treiber erkannt. Serielle und parallele Karten benötigen je nach Chipsatz einen Treiber des Herstellers – die unterstützten Betriebssysteme stehen in den Artikeldaten.
Wozu hat eine USB-Karte einen Stromanschluss?
Der PCIe-Slot liefert nur begrenzt Strom. Bei mehreren Geräten ohne eigenes Netzteil – etwa externe Festplatten – sorgt der zusätzliche SATA- oder 6-Pin-Anschluss vom Netzteil dafür, dass jeder Port die volle USB-Leistung bereitstellt.
Kann ich eine PCI-Karte in einem PCIe-Slot betreiben?
Nicht direkt – PCI und PCIe sind mechanisch und elektrisch verschieden. Mit einem PCIe-auf-PCI-Adapter lassen sich vorhandene PCI-Karten, etwa Mess- oder Steuerkarten, aber auch in aktuellen Rechnern weiter nutzen.
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